Intensivmedizin

Hilfe bei kritischem Gesundheitszustand

Das Leistungsspektrum unserer Intensivstation (Station 0119) umfasst das gesamte Spektrum der intensivmedizinischen Komplexbehandlung von allen operativen Fachgebieten, einschließlich von Patientinnen und Patienten mit Polytrauma, Schädelhirntrauma sowie die Behandlung von akutem Lungenversagen (ARDS), Sepsis (Blutvergiftung), schwerer Sepsis und septischem Schock.

Schwerpunktmäßig werden Patietinnen und Patienten behandelt, die sich großen operativen Eingriffen aus den Fachgebieten Neurochirurgie, Unfallchirurgie (einschließlich polytraumatisierter Patienten), Orthopädie, Mund-Kiefer Gesichtschirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Gynäkologie, Urologie, Thorax- und Gefäßchirurgie und Augenheilkunde unterziehen müssen, aber auch viszeralchirurgischen und herzchirurgischen Operationen.

Darüber hinaus werden Patientinnen und Patienten der oben genannten Fachabteilungen bei schwerwiegenden nicht-perioperativen Gesundheitsstörungen (zum Beispiel Myokardischämie, Herzrhythmusstörungen, Lungenembolie, Pneumonie, Schlaganfall) behandelt. Regelmäßig werden außerdem Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen, internistischen Erkrankungen, Intoxikationen und septischem Multiorganversagen therapiert.

Ärztin informatiert zwei Kollegen über einen Patient

Die Behandlung erfolgt rund um die Uhr in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den chirurgischen Fachdisziplinen und im Austausch mit Spezialisten der nicht-operativen Kliniken der Universitätsmedizin Göttingen (z.B. Radiologen*innen, Mikrobiologen*innen, Internisten*innen, Neurologen*innen, Psychiater*innen).

Bei der Behandlung der Patientinnen und Patienten orientieren wir uns an internationalen Standards und Therapieempfehlungen, die von uns in Behandlungspfaden - sogenannte SOP = „standard operating procedures“ - implementiert und regelmäßig aktualisiert werden.

Aufgaben und spezielle intensivmedizinische Verfahren

  • Zur erweiterten Kreislaufüberwachung und Steuerung der Behandlung von Kreislaufstörungen kommen alle gebräuchlichen Methoden zur Messung der globalen und regionalen Kreislauffunktion zum Einsatz (Pulmonalarterienkatheter, PiCCO, LIMON und gastrale Tonometrie und transzerebrale Dopplersonographie).
  • Bettseitige bildgebende Verfahren wie Sonographie (Ultraschall), transthorakale (TTE) und transösophageale Echokardiographie (TEE) werden routinemäßig durchgeführt.
  • Neben den medikamentösen Therapieoptionen werden regelhaft mechanische Kreislaufunterstützungssysteme eingesetzt. Als mechanische Unterstützungsverfahren werden die intraaortale Ballongegenpulsation (IABP) und bei entsprechender Indikation auch weitere kardiale Assistsysteme (veno-arterielle ECMO, Linksherzbypass, Rechtsherzbypass, Ventricular Assist Device) eingesetzt.
  • Es werden differenzierte Beatmungsformen (wie nicht-invasive Beatmung, invasive Beatmung, Beatmung mit inhalativem Stickstoffmonoxid bei schwersten Gasaustauschstörungen, Hochfrequenzoszillation, v-v-ECMO) angewendet.
  • Die Behandlung des akuten Nierenversagens erfolgt mittels Hämofiltration, Hämodialyse oder Hämodiafiltration. Im Einzelfall kann auch bei akutem Leberversagen eine Unterstützung der Leberfunktion mittels Albumin Dialyse (MARS) durchgeführt werden.
     

Kleine chirurgische Eingriffe wie perkutane Dilatationstracheotomien, IABP-Anlage, und die Anlage von Thorax-, Perikard- oder Aszitesdrainagen, Lumbalpunktionen und diagnostische und therapeutische Tracheobronchoskopien führen wir auf den Stationen selber durch.

Besondere Schwerpunkte

EinSchwerpunkt bildet die Behandlung von akuter hypoxämischer respiratorischer Insuffizienz. Bei Patientinnen und Patienten mit schwerem Lungenversagen, bei denen mit modernen lungenprotektiven Beatmungsstrategien keine Besserungstendenz erzielt werden kann, werden regelmäßig die extrakorporale CO2-Elimination (Low-Flow-Verfahren), die veno-venöse ECMO sowie die Hochfrequenzbeatmung (HFOV) eingesetzt.

Freie Bettenkapazitäten für Zuweiser geben wir regelmäßig auf der Homepage des ARDS Netzwerks Deutschland bekannt. Bei der Entwöhnung von der Beatmung nach Langzeitbeatmung (Weaning) ist auch die nicht-invasive Beatmung mittels Masken und Beatmungshelm fester Bestandteil unserer Therapiekonzepte.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt in der Behandlung der schweren Sepsis und des Multiorganversagens. Hier kommen neben der Fokussanierung und der adjuvanten Therapie auch sämtliche Therapien zur Behandlung des Organversagens zum Einsatz. Wir sind ordentliches Regionalzentrum des Kompetenznetz Sepsis (SepNet).

Weiterbildungsangebote

Für die Überwachung der kontinuierlichen Fort- und Weiterbildungen der Beschäftigten wurde für die gesamte Abteilung ein Ausbildungscurriculum erstellt, das Auszubildenden und Ausbildern als Leitfaden dient. Neben strukturierten Lehrvisiten bieten wir mindestens einmal wöchentlich Fortbildungsveranstaltungen zu den verschiedenen Themen der Intensivmedizin an (siehe Veranstaltungen).

Wissenschaftliche Schwerpunkte der Intensivmedizin

  • Pathophysiologie des Lungenversagens
  • Einfluss von Beatmung auf die regionale Lungenfunktion
  • Nicht-invasive Beatmung
  • Adjuvante Therapien bei Sepsis
  • Akutes Nierenversagen nach kardiochirurgischen Eingriffen.


Eine genaue Beschreibung der Forschungsschwerpunkte finden sie im Bereich Forschung.

Team

Leiter Intensivmedizin

Prof. Dr. Onnen Mörer

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Stationssekretariat

Christiane Gruber

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Ebenenbüro

Bodo Schulz

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Pflegerische Leitung

Jörg Schäfer

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Pflegerische Leitung

Sebastian Herrmann

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Intensivmedizin

Dr. Martin Golinski

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Intensivmedizin

Priv.-Doz. Dr. Daniel Heise

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Intensivmedizin

Dr. Sabine Alt-Epping

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Intensivmedizin

Dr. Lars-Olav Harnisch

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Intensivmedizin, stellv. Leiter Notfallmedizin

Martin Müller

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Intensivmedizin

Dr. Sebastian Winkler, DESA

Kontaktinformationen

Dr. Michael Sobotta

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